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Einsatz bei einem Lackhersteller Zu viel Sicherheit in die Abläufe eingebautDer Praktikerblick sieht hinter die erfaßten Zeitdaten, erkennt Strukturen, die nicht optimal funktionieren: Weil sie schon morgens frustriert sind, daß sie auch heute wieder die Aufträge nicht termingerecht abarbeiten, bauen sich die Mitarbeiter des Lackherstellers Sicherheiten ein: Der Vertrieb gibt die Aufträge sofort in die Produktion, wo sie sich stauen; an jeder Maschine versuchen die Mitarbeiter, schon möglichst viele Farbansätze vorbereitet zu haben, die Lagerverwaltung hortet einen möglichst hohen Bestand an Fertigprodukten, um liefern zu können.
Erst die Stopuhr macht Schluß mit dem puren Bauchgefühl, es sei besser, auf den nächsten Auftrag mit derselben Farbe zu warten, anstatt die Maschine durchzuspülen und gleich den nächsten x-beliebigen Auftrag zu bearbeiten. Aufträge mit dem Vermerk „eilt“, „eilt sehr“ oder „sofort“ konkurrieren nicht mehr miteinander, sondern bleiben in derselben dosierten Reihenfolge, in der sie in die Produktion gegeben werden. Die durchschnittliche Maschinenauslastung steigt von etwa 60 auf bis zu 89 Prozent. Eine Welle eiliger, lange wartender Aufträge rollt in kurzer Zeit durch die Produktion zum Versand. Mit praktisch Null Investition und nur 15 Beratertagen hat der Projektleiter der REFACONSULT die Produktivität kurzfristig um 20 Prozent steigern können. |
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